1. Herren: Sportlich schwach vs. Unsportlich

TVC Enger – TG Schildesche 22:14 (13:7). „Die Abwehr war okay, aber 14 Tore werfen geht gar nicht“, sagte TG-Coach David Battré knapp. Verwundert war er allerdings auch über das Harzverbot in Enger. „Wir bekamen sogar extra saubere Bälle zum Einspielen. Und die haben im Spiel dann spezielle Klebetücher aus dem Golfsport benutzt“, wunderte er sich. Das sei nicht der einzige Grund für die Niederlage gewesen, aber doch ein wenig Wettbewerbsverzerrung, fand Battré. TG: Tohermes (5/3), Göldner, Vogel, Stirken (je 2), Miteki, Hellbusch, Palesch (je 1).

Quelle: NW Bielefeld

TVC Enger – TG Schildesche 22:14 (13:7). Klare Sache für den TV Concordia: Der führte mit 7:2 (16.) und zur Pause mit 13:7. Nach dem Wechsel baute Enger den Vorsprung auf 19:10 aus (48.) – das war die Entscheidung. Am Ende stand ein sicherer 22:14-Erfolg auf der Anzeigentafel.

Quelle: NW Enger-Spenge

Spielbericht von Kevin Göldner:

Am letzten Samstag traten wir mit Unterstützung aus der Zweiten gegen den Tabellennachbarn aus Enger an. Uns war klar, dass dies gegen die formstarken Engeraner in der rutschigen Halle mit (einseitigem) Haftmittelverbot ein schweres Spiel wird, auch wenn wir das Hinspiel noch deutlich gewannen (25:17). Dass es jedoch so schlecht laufen würde hatte wohl niemand geahnt.

Aber von Anfang an: Schon das Einspielen gestaltete sich mit den von den Gastgebern gestellten Bällen schwierig. Dies setzte sich dann auch im Spiel fort. Im Angriff fanden wir keine Lösung gegen die gut agierende und griffige 3:2:1 Deckung der Gastgeber. Wir wurden immer wieder festgemacht und ließen den Ball nicht laufen. Einzig über Rechtsaußen, also die einzige Position, die wir nicht fachgerecht besetzt hatten, konnten wir regelmäßig abräumen. Leider scheiterten wir dort dann viel zu häufig an dem Gästekeeper. Auch in der Abwehr waren wir nicht schnell genug auf den Beinen und ließen uns so oft leicht überspielen. So stand es schon nach 15min vorentscheidend 7:2. In dem weiteren Spielverlauf konnten wir zwar unsere Abwehr stabilisieren und kassierten so, trotz einiger Gegenstöße der Gastgeber, nur 22 Gegentore. Im Angriff blieben wir aber zu ideenlos, zweikampf-, spiel- und abschlussschwach, um nocheinmal an die Engeraner heranzukommen. So vergaben wir weiter reihenweise Würfe von Rechtsaußen und selbst ein Großteil der 7m fand nicht den Weg ins Tor. Auch mischte sich dann noch etwas Frust unter, was zu dummen Aktionen und 2min-Strafen führte. Kurz um: Wir waren an diesem Samstag sportlich einfach zu schwach, um für einen Sieg in Frage zu kommen. Daran hätte auch das von uns so sehr geliebte Harz oder der ein oder andere Schiedsrichterpfiff nichts geändert.

Trotzdem ist es aus meiner Sicht absolut unsportlich den Gästen das Nutzen von Haftmitteln aktiv zu verbieten, um sich dann selbst solcher zu bedienen. Wir durften uns noch nicht einmal mit unseren eigenen Bällen einwerfen und werden drauf hingewiesen, dass absolutes Haftmittelverbot herrscht. Im Spiel müssen wir dann aber feststellen, dass von engeraner Seite sehr wohl Haftmittel benutzt wurden: Sie benutzen Klebetücher aus dem Golfsport mit denen sich die Griffigkeit erstaunlich stark erhöhen lässt. Sie verschaffen sich also einen Vorteil durch den Einsatz von Hilfsmitteln, so dass beide Teams unter unterschiedlichen Voraussetzungen antreten mussten. Für mich ist das unsportlich. Zudem erfuhren wir von einem ehemaligen Engeraner, dass es wohl bewusst abgesprochen ist diese Möglichkeit nicht mit den Gästen zu teilen und sich so einen Vorteil zu verschaffen.

Im den Sinne verlor eine sportlich schwache Mannschaft gegen eine unsportliche. Glückwunsch!